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Seminar: Kooperation und Kulturelle Bildung
Gäste: Aida Ben-Achour (Moderation), Birgit Emser u. Mareike Wieland (Leitungsteam raumlabor WELL being Stiftung), Susanne Götze (Bulliwood e. V.)
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Weitere Informationen: https://kulturkoffer-hessen.de/kooperation-kulturelle-bildung/
Anmeldung: https://forms.office.com/e/WG2wRPCnQj
Warum sind Kooperationen verschiedener Akteur*innen (bspw. aus Kultur und Sozialer Arbeit) sinnvoll? Wie kann Kooperation zu mehr Teilhabe führen? Wir haben Akteur*innen der Kulturellen Bildung aus Nordhessen eingeladen, um Ihre Kooperationsprojekte vorzustellen. Gemeinsam wollen wir uns fragen: Was ist eine Kooperation? Warum überhaupt kooperieren? In „Kooperation“ versteckt sich das Wort „Operation“: zwei oder mehrere Akteur*innen operieren, um ein gemeinsamen Ziel zu erreichen. Kooperation ist aber auch Ko-Produktion, also gemeinsame produktive Arbeit. Diese Arbeit braucht Gestaltungsraum, den sich die Kooperationspartner*innen sowohl nehmen als auch geben.
Ziel einer gelungenen Kooperation sollte sein, dass sich alle Beteiligten auf Augenhöhe einbringen können. Wie das in der Praxis gelingen kann, werden wir mit Aida Ben-Achour (Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e. V. ), Birgit Emser (raumlabor), Mareike Wieland (raumlabor) und Susanne Götze (Bulliwood e.V.) diskutieren. Alle werden auch Projektbeispiele aus ihrer eigenen Arbeit vorstellen. Den Diskussionsraum möchten wir öffnen und mit Ihnen teilen. Es ist eine Einladung zur aktiven und kooperativen Raumgestaltung.
Symposium: Die documenta fifteen als Zäsur? Kunst, Politik, Öffentlichkeit
Mit Nicole Deitelhoff, Klaus Holz, Yael Kupferberg, Thomas Macho, Meron Mendel, Armin Nassehi, Maria Neumann, Natan Sznaider
Die documenta fifteen (18. Juni bis 25. September 2022) war Brennpunkt einer Debatte über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus. Mit einem gewissen Abstand zum seinerzeitigen Geschehen will die documenta und Museum Fridericianum gGmbH mit dem vom documenta Institut konzipierten Symposium von der documenta fifteen aus nach vorne schauen: Welche Wirkungen hat die documenta fifteen in der Kunst, in der Politik und in der Öffentlichkeit entfaltet? In einer Folge von Gesprächen kommen Nicole Deitelhoff, Klaus Holz, Yael Kupferberg, Thomas Macho, Meron Mendel, Armin Nassehi, Maria Neumann und Natan Sznaider zu Wort. Moderiert wird die Veranstaltung von Heinz Bude.
Streaminglinks am Freitag, 17. November 2023
Deutsch: https://youtube.com/live/mYT0CPu4k0Q
Englisch: https://youtube.com/live/NaNSkpYjink
Streaminglinks am Samstag, 18. November 2023
Deutsch: https://youtube.com/live/NWHLNyplon8
Englisch: https://youtube.com/live/ZrKu4_sKxD4
Den Hintergrund für das Symposium bildet ein Forschungsprojekt über die documenta fifteen als Publikumsereignis und Diskursort, das von Meron Mendel und Heinz Bude geleitet wird. Es geht um den Streit über eine Ausstellung von Gegenwartskunst und um die Frage, welche Rolle eine europäisch orientierte Moderne in einer Weltgesellschaft spielt, die nicht mehr allein von Europa aus zu begreifen ist. Die Publikation des Forschungsprojektes ist für Sommer 2024 geplant.
Andreas Hoffmann, Geschäftsführer der documenta und Museum Fridericianum gGmbH betont: „Die documenta fifteen kam mit ihren Verfehlungen im Bereich des Antisemitismus einer gesellschaftlichen Zäsur gleich. Die Debatte um die Kunstfreiheit und ihre Grenzen ist seither von zunehmender Polarisierung geprägt. Dies mit etwas Abstand bei uns in Kassel zu diskutieren, halte ich für sehr wichtig. Ich danke Heinz Bude daher sehr herzlich für seine Arbeit auf diesem Gebiet und für die Bereitschaft, sie für die Öffentlichkeit bereits jetzt zu öffnen.“
Heinz Bude unterstreicht: „Dieses Symposion greift die Problematik der Kunstfreiheit in finsteren Zeiten mit der nötigen Ruhe, aber auch mit der erforderlichen Klarheit auf. Ich freue mich sehr auf unsere Gäste und auf ein Gespräch ohne Geländer.“
Ablauf
Freitag 17. November 2023
19-21 Uhr. Einlass ab 18.30 Uhr
19 Uhr
Begrüßung
Andreas Hoffmann
Moderation
Heinz Bude
19.15-21 Uhr
Modul 1: Deutsche Deutungskonflikte?
Mit Nicole Deitelhoff und Meron Mendel
Zum Auftakt wird das Kunstereignis der documenta fifteen als Testfall für die Veränderung der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland in den Blick genommen. Was ist da unverhandelbar und in welcher Hinsicht sind Aushandlungen nötig?
Samstag 18. November 2023
10-16 Uhr. Einlass ab 9.30 Uhr
10-11.30 Uhr
Modul 2: Die documenta als Ausstellungs- und Medienereignis
Mit Armin Nassehi und Klaus Holz
Sodann geht es um die Interferenzen zwischen dem persönlichen Erleben auf der documenta fifteen und der Berichterstattung in den Medien über die documenta fifteen. Welchen Spannungen, Konflikte und Spaltungen haben sich daraus in der Rezeption ergeben?
12-13.30 Uhr
Modul 3: Israel und die globale Unruhe
Mit Natan Sznaider und Thomas Macho
Schließlich werden die unausgesprochenen Implikationen der Debatte aufgegriffen. In Reaktionen auf die Kritik der documenta fifteen ist die Unterscheidung zwischen einer legitimen und einer illegitimen „Israelkritik“ gemacht worden. Welche Unruhe wird von wem mit dem Namen Israel verbunden?
13.30-14.30 Uhr
Mittagspause
14.30-16 Uhr
Modul 4: Kunst und ihre Kontaminierungen
Mit Maria Neumann und Yael Kupferberg
Nicht zuletzt wird die Spur der Kontaminierungen in der Geschichte der documenta Ausstellungen aufgegriffen. Hier stößt die historische Analyse auf die persönliche Konfrontation mit der Sache. Welche Befürchtungen und welche Ängste haben die verschiedenen documenta Ausstellungen bei wem erzeugt?
Das documenta Institut
Das documenta Institut entsteht in Kooperation zwischen dem Land Hessen, der Stadt Kassel, der documenta und Museum Fridericianum gGmbH sowie der Universität Kassel mit der Kunsthochschule unter finanzieller Beteiligung für das Bauvorhaben durch die Beauftragte für Kultur und Medien beim Bund. 2020 wurde Professor Dr. Heinz Bude zum Gründungsdirektor ernannt. Im Rahmen des Aufbaus des documenta Instituts wurden 2021 aus Mitteln des Landes Hessen drei Tenure Track-Professuren in den Fachbereichen Geistes- und Kulturwissenschaften, Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung und Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel besetzt.
Pressekontakt
Johanna Köhler
Leitung Kommunikation und Marketing / Head of Communications and Marketing
documenta und Museum Fridericianum gGmbH
T + 49 561 70727-2520
M + 49 151 18015290
presse@documenta.de
Kasseler Musiktage: Beating Hearts
Musikalische Szenen für Stimmen, Tanz und Perkussion
In Kooperation mit dem Studio Lev Kassel e.V. und der WELL being Stiftung
Krystian Köhn Konzeption, musikalische Leitung, Agnetha Jaunich Choreographie, Hogir Göregen Perkussion
Was entsteht, wenn ein neugieriger Chor und ein Tanzensemble aus jungen Erwachsenen auf einen Schlagzeuger treffen, der in seiner Musik Rhythmen und Impulse aus verschiedenen Kulturen vereint?
Der in der Türkei geborene Hogir Göregen verbrachte seine Kindheit im kulturellen Schmelztiegel Istanbul, erhielt seine musikalische Ausbildung im Kinderchor des Mesopotamia Cultural Centre und kombinierte bald den Klang heimischer Schlaginstrumente mit denen aus anderen Kulturen. Zahlreiche Impulse bekam er bei mehreren Aufenthalten in Indien. Seit 2013 lebt er in Berlin. Dort begegnete er auch dem Ensemble Musica Alta Ripa, mit dem er für Songs of Love zu den diesjährigen Kasseler Musiktagen kommt.
Bereits mehrere Wochen vor diesem Konzert teilt er seine Rhythmen, die faszinierenden Klänge seiner Instrumente und seine Geschichten mit jungen Erwachsenen, die sich im Studio Lev Kassel für Workshops zusammenfinden. Gemeinsam mit Krystian Köhn, der seit 2019 den Studio Lev Cho:r leitet, erforschen junge Sänger*innen mit ihren Stimmen und Körpern bestehende und selbst entwickelte Rhythmen, Songs und musikalische Nummern. Hogir Göregens musikalische Impulse und Erfahrungen werden auch zum improvisatorischen Material für tänzerische Bewegungen unter der Leitung von Agnetha Jaunich, die durch ihre Community Company im Studio Lev transgeneratives zeitgenössisches Tanzen ermöglicht.
Wie können die beiden Gruppen und Hogir Göregen aufeinander reagieren? Wann verharren sie und wo bewegen sie sich? Welchem Puls folgen sie, welche Impulse setzen sie, bei welchen Klängen verweilen sie? Die Assoziationen, die musikalischen und theatralen Räume, die dieser interkulturelle Prozess eröffnen wird, sind schließlich bei der Präsentation in der UK14 zu erleben.
FLUX Schaufenster
FLUX ist ein Netzwerk von Theatern und Schulen in Hessen.
Beim FLUX-Schaufenster können Lehrer*innen das aktuelle Gastspielprogramm kennenlernen, auf die Projektleiterinnen treffen und sich grundsätzlich über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit FLUX informieren.
Eine Anmeldung ist unter folgendem Link möglich: FLUX | Anmeldung (flux-hessen.de)
Bundeskongress kulturelle Schulentwicklung „Von der Vision in den Alltag“
weiterer Informationen über die Website des Veranstalters:
„Music for 18 Musicians“ von Steve Reich mit dem Ensemble „in process“
19.00 Uhr Vortrag & Konzerteinführung: Christoph Schuller
"Minimal Music - Neue Musik inklusiv"
20.00 Uhr Konzert: Ensemble "in process"
Steve Reich: "Music for 18 Musicians"
Eintritt frei, Spenden sind erwünscht
BioRegioBörse
weitere Informationen: BioRegioBörse - Ökomodell-Land Hessen (oekomodellland-hessen.de)

